Von Allesfressern, Pflanzenkost und Klimatariern

In Deutschland isst längst nicht mehr jeder alles. Wer sich ein wenig in einschlägigen Internetforen herumtreibt, merkt bald: Auch Essgewohnheiten sind der Mode unterworfen, es gibt nichts, was es nicht gibt und es ist nicht einfach, den Überblick zu behalten. Wir versuchen daher heute mal, einen Überblick über die verschiedenen Ernährungsformen zu geben.

Jedem Tierchen…

„Allesfresser“ bzw. Omnivoren sind immer noch in der großen Mehrheit. Etwa 90 % aller Deutschen bekennen sich zu dieser Form bzw. machen sich nicht viele Gedanken, sondern essen alles, Fleisch, Fisch und Pflanzliches. Eine Sonderform bilden hier die Pescetarier, die zwar kein Fleisch von Rind, Schwein oder Geflügel essen, wohl aber Fisch und Meeresfrüchte. Manche Omnivoren nennen sich auch Flexitarier. Laut Wikipedia essen diese zwar Fleisch, aber „nur selten, nur ausgewähltes oder nur wenig Fleisch“.
Die nächste große Gruppe mit etwa zehn Millionen (das entspricht immerhin acht Millionen Menschen in Deutschland) lebt als Vegetarier. In der Praxis bedeutet das, diese Menschen verzichten auf Fleisch und Fisch, nehmen aber tierische Produkte wie Eier, Milch und Honig zu sich. Auf diese Produkte verzichten Veganer, sie essen also ausschließlich Pflanzenkost wie Gemüse, Obst, Nüsse und Samen. Viele Veganer meiden auch Leder und Wolle und sonstige tierische Produkte. Eine besonders radikale Untergruppe der Veganer sind Frutarier, sie essen je nach Definition entweder nur pflanzliche Lebensmittel, die die Pflanze als Ganzes am Leben erhalten (also z.B. keine Karotte, sondern Äpfel) oder aber nur Pflanzenteile, die die Pflanze „freiwillig“ hergibt. Will meinen, der heruntergefallene Apfel ist in Ordnung, der gepflückte nicht. Wir sind jedenfalls sicher, dass radikale Frutarier keine Gewichtsprobleme haben… Anders als die sogenannten Pudding-Vegetarier bzw. -veganer, die sich zwar fleischfrei, aber nicht unbedingt gesund ernähren, sondern frei nach dem Motto: „Pommes mit Ketchup sind vegan“. Stimmt, aber gesund geht anders.
Der neueste Trend scheint übrigens „Klimatarismus“ zu sein, zumindest nennen sich seine Anhänger Klimatarier. Ihnen ist es wichtig, bei ihrer Ernährung möglichst wenig Ressourcen zu verbrauchen und wenig CO2-Emission zu verursachen. Das finden wir als Lupinen-Fans natürlich gut!

Wie Mangelerscheinungen vorbeugen?

Während Mangelerscheinungen durch Ernährung bei den Omnivoren und auch bei Vegetariern in Deutschland eher selten sind, kommen sie gerade bei Veganern durchaus vor. Am häufigsten fehlt ihnen Vitamin B 12 und Eisen, aber auch die Eiweißversorgung kann leiden. Vitamin B 12 kommt ausschließlich in tierischen Produkten vor und muss bei einer veganen Ernährung supplementiert, also durch Tabletten o.ä. zusätzlich eingenommen werden. Anders verhält es sich beim Eisen, das zwar durchaus in Pflanzenkost vorhanden ist, aber vom Körper schlechter verwertet werden kann als tierisches Eiweiß. Geschicktes Kombinieren (z.B. Spinat plus Vitamin C) verschiedener Lebensmittel hilft dem Körper, Eisen besser zu verwerten. Wie sieht es bei Eiweiß aus? Vor allem Veganer müssen hier auf ihre Versorgung achten. Wir empfehlen: Wählen Sie Lupineneiweiß und Soja in allen Variationen, Getreide, Kartoffeln, Blattsalate und Gemüse, aber auch Nüsse und andere Hülsenfrüchte. Leinsamen und Kürbiskerne sorgen neben viel Eiweiß auch noch für gesunde Fettsäuren.

Lupinen für alle

Vor allem Lupinenprodukte sind eine einzigartige Eiweißquelle. Die Lupine hat gehört zu den eiweißreichsten Lebensmitteln überhaupt mit bis zu 50 % Lupineneiweiß pro 100 g. Ihr Protein zählt überdies zu den besonders hochwertigen Eiweißen, da es alle acht essenziellen Aminosäuren in einem sehr guten Verhältnis enthält. Lupinensamen sind fett- und kohlenhydratarm, glutenfrei und sie sind reich an Vitaminen und Spurenelementen. Die optimale Nährstoffkombination!